3.0     Evolution, Transformation und Erfahrbarer Atem

Das Ziel und die Lehre Sri Aurobindos und Der Mutter habe ich im Kapitel 2.1 dargestellt. Hier noch eine „Einladung“ Der Mutter zur Teilnahme an diesem „Abenteuer“ und weitere das Thema betreffende Zitate.

Die Mutter: „Ich lade euch zu dem großen Abenteuer ein, und bei diesem Abenteuer sollt ihr spirituell nicht wiederholen, was andere vor uns getan haben, denn unser Abenteuer beginnt jenseits dieser Stufe. Wir treten ein für eine neue Schöpfung, vollständig neu, die in sich alles Unvorhersehbare, alle Gefahren, alle Wagnisse enthält - ein wahres Abenteuer, bei dem sicherer Sieg das Ziel ist, aber bei dem der Weg unbekannt ist und Schritt für Schritt im Unerwarteten aufgespürt werden muss. Es ist etwas, dass es im gegenwärtigen Universum noch nie gab und dass es auf die gleiche Weise auch nicht mehr geben wird. Wenn euch das interessiert, nun, dann steigt ein. Was morgen geschehen wird, ich weiß es nicht.“

Am 7. November 1970 sagte sie: „Wir befinden uns an einem besonders günstigen Zeitpunkt der universellen Existenz, wo sich alles auf der Erde für eine neue Schöpfung vorbereitet, oder vielmehr, für eine neue Manifestation in der ewigen Schöpfung.“

Zum Thema Evolution noch zwei Zitate Der Mutter: „Seit dem Auftreten des Menschen vor zwei oder drei Millionen Jahren hat die Natur keine neuen Arten hervorgebracht, als ob sie im Menschen die angemessenste Ausdrucksform gefunden hätte. Nun kann die Evolution aber nicht zum Stillstand 

kommen, sonst wäre es keine Evolution mehr. Somit liegt der Schlüssel zur Evolution jetzt nicht mehr in der Vervielfältigung der Arten mittels Fortpflanzung sondern unmittelbar in der Macht des Bewusstseins selbst. Bis zum Auftreten des Menschen war das Bewusstsein noch zu sehr in seiner materiellen Stütze verhaftet; mit dem Menschen hat es sich hinlänglich befreit, um seine wahre Meisterschaft über die materielle Natur anzutreten und seine eigenen Mutationen selbst zu bewerkstelligen. Vom Standpunkt der Evolutionsbiologie aus betrachtet, bedeutet dies das Ende der Sexualität. Wir stehen an einem Wendepunkt, wo es gilt, von der natürlichen Evolution durch den Sexualtrieb überzugehen zur spirituellen Evolution durch die Kraft des Bewusstseins.

30. September 1966: „Bei diesem ganzen Übergang von der Pflanze zum Tier und vom Tier zum Menschen (vor allem vom Tier zum Menschen) sind die Unterschiede der Formen im Grunde gering: Die eigentliche Transformation lag in der Intervention einer anders wirkenden Bewusstseinskraft. Alle Unterschiede zwischen dem Leben des Tieres und dem des Menschen stammen von der Intervention des Mentals, doch die Substanz ist im wesentlichen dieselbe und unterliegt denselben Gesetzen der Gestaltung und der Konstruktion. Es besteht zum Beispiel kein großer Unterschied zwischen einem Kalb, das sich im Bauch der Kuh befindet, und einem Kind im Bauch der Mutter. Ein einziger Unterschied besteht, und zwar jener der Intervention des Mentals. Aber wenn wir ein physisches Wesen ins Auge fassen, das heißt so sichtbar, wie das Physische es jetzt ist, und von gleicher Dichte, dessen Körper aber zum Beispiel keinen Kreislauf 

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