3.3     Vielfältige Verflechtungen und Hinweise auf die Bedeutung
          des Erfahrbaren Atems in Hinblick auf das Ziel der Mutter

Die in den nächsten vier Unterkapiteln geschilderten Erlebnisse und Erfahrungen habe ich in historischer Reihenfolge aufgeführt, nicht in der ihrer Bedeutung. Zwei von ihnen waren wesentlich und hatten lebensbestimmende Auswirkungen sowohl auf Ilse Middendorf als auch mich.

3.3.1   Ilse Middendorfs Auftrag

Eine Wahrnehmung Ilse Middendorfs, die ihr Leben bestimmen sollte, hatte sie mit 12 Jahren, als eine innere Stimme deutlich sagte: „Du musst atmen“. 

3.3.2   Meine Erfahrung der Kundalinikraft

Im Sommer 1971 geschah es mir während einer Meditation, dass ich in der Gegend des Sacrums eine Bewegung verspürte. Dann hatte ich das Empfinden, als würde sich meine Wirbelsäule stark verbiegen. Diese Auslenkung wanderte die Wirbelsäule empor und ich hatte das Empfinden, dass sie sich wie eine Schlange wand. Die Auslenkung aus der Wirbelsäulenachse empfand ich als groß, so dass ich Angst bekam und im ersten Augenblick glaubte, sie müsse durchbrechen. Da dieser Vorgang aber ohne jeden Schmerz verlief, konnte ich diese Angst sofort loslassen.

Die Wellenbewegung erreichte die Höhe meiner Arme. Nun begannen sich auch sämtliche Knochen beider Arme „zu verbiegen“. Im Kopfbereich hatte ich keine dieser Bewegungsempfindungen. Etwa zehn Zentimeter oberhalb des Kopfes löste die Bewegung  eine Vision ungeheuren Ausmaßes aus. Ich kann das dann Erlebte in Worten nicht beschreiben. Für einige Sekunden war ich „alles“, das heißt in einer vollkommenen Identität „mit

allem“. Ein aufsteigendes Gefühl meines äußeren Vitals und Mentals „das will ich auch sein“ beendete diese Erfahrung sofort. Meine Kenntnisse bezüglich der Kundalinikraft waren oberflächlich aber umfangreich genug, um mich sicher sein zu lassen, dass ich diese gerade erlebt hatte.

Erst Jahre später las ich in der Agenda, dass es nicht zum normalen Wirken der Kundalinikraft gehört, über den Kopf hinaus zu gehen. Mutter und Sri Aurobindo hatten sie nach eigenen Worten so erlebt, betonten aber, dass ihnen kein weiterer entsprechender Fall bekannt sein würde. Am 11. Juli 1970 sprach Mutter zu Satprem darüber: „Vielleicht wäre ich gestorben, hätte die Erfahrung länger angehalten. Ich vermute jedoch, dass sich seit der „Lehre“ in den alten Texten etwas verändert hat, das es dem Körper möglich macht, auch das Chakra oberhalb des Kopfes ohne Schaden öffnen zu können.“

Nach diesem Erlebnis wuchs mein Bedürfnis, mich mit den Phänomenen des Bewusstseins zu beschäftigen.

3.3.3  Eine Begegnung mit Cornelis Veening

Cornelis Veening, Psychologe und Atempädagoge, war für viele Jahre Begleiter auf dem Atemweg Ilse Middendorfs.  Er war sehr schweigsam, was seine Person betraf. 

So wurde erst aus seinem Nachlass bekannt, dass er mit Mutter korrespondiert hat. Er trat sogar eine Reise nach Pondicherry an, die er aber aus unbekannten Gründen kurz vor dem Ziel in Madras abbrach.

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