Hier : Zum einen eine zunehmende Sammlung auf den subtil-physischen Körper – zum anderen die Bemühung, das Mental der Zellen zu läutern, d.h. zu beruhigen. 

Diese Beruhigung des Zellmentals kann der Atem bewirken - und vermutlich nur dieser - denn nur er kann ein derart gesteigertes Empfindungsbewusstsein entwickeln helfen, das die Zellen erreichen kann, ja das sogar die Grenzen des Nervlichen überschreiten und Verbindungen zur subtil-physischen Ebene aufbauen kann. 

Es ist eine wesentliche Eigenschaft des Atems, sofern er zugelassen wird, also nicht geführt wird, eine eigene Intelligenz zu besitzen. Ilse Middendorf spricht von der Arbeit „am Leitseil des Atems“. Solch ein Atem ist immer angenehm, harmonisch, beruhigend, harmonisierend. Er kann und wird letztlich zum Schweigen des Egos wie des Zellmentals führen. Das ist dann der „entscheidende Moment“, in dem das Bewusstsein des subtil-physischen Körpers in den physischen Körper eintreten kann, ohne dass dieser ihn in einer Art Schock zurückweist oder sich wegen zu geringer Durchlässigkeit und der damit verbundenen „Reibung“ erhitzt.

Die Läuterung des physischen Körpers besteht also darin, ihn empfindend und durchlässig zu machen, so dass das Bewusstsein der Zellen wahrgenommen und beruhigt – und vielleicht sogar zur Mitarbeit gewonnen werden kann. Alles andere wird das Bewusstsein des subtil-physischen Körpers sowie die göttliche Gnade bewirken.

Es gibt Anzeichen dafür, dass sogar eine (gewisse) Läuterung des äußeren Vitals und Mentals sowie eine (gewisse) Entwicklung des inneren und seelischen Wesens sozusagen „am Rande geschieht“, 
 

wenn man sich über den Atem konsequent ganz dem physischen Körper und nur ihm empfindend zuwendet. Dabei werden die Phasen, in denen das äußere Vital und Mental zum Schweigen kommen, immer größer und zahlreicher. Das Vital und Mental fühlen sich offensichtlich durch diese Prozesse nicht bedroht, wie dies im Falle yogischer Läuterungsprozesse immer der Fall ist – und was (in fast allen Menschen) mit entsprechend heftigem Widerstand beantwortet wird.

Nun tritt eine erstaunliche Reaktionen ein: Das Ego, das sich in seiner Existenz nicht bedroht fühlt, da ihm keinerlei Vorschläge und Vorschriften gemacht werden oder es sich einschränken muss, gewinnt an den Aspekten der Forschung, des Abenteuers und am Fortschritt seines Trägers so viel Gefallen, dass es zunehmend zu einer Mitarbeit bereit ist, die eine Wandlung des Egos im Sinne einer Läuterung bewirkt. Dies wirkt sich mit Sicherheit heilend auf das ganze Wesen aus - sicher auch positiv auf bestehende Krankheiten und auf eine Zunahme der Stabilität der Gesundheit. Die „Mitarbeit“ besteht also darin, dass das äußere Vital und Mental bereit sind, zu gewissen Zeiten (der Atemarbeit) ganz zurückzutreten. Dann würde nicht nur, wie bisher in der Atemarbeit erfahren, „die Heilung von Krankheiten am Rande geschehen (Cornelis Veening), sondern es würde auch erkannt werden, dass eine (gewisse) Läuterung des Egos sowie eine (gewisse) Entwicklung des inneren und seelischen Wesens am Rande geschieht!

Selbst wenn diese Prozesse im Einzelnen nicht genau wie oben beschrieben verlaufen sollten, wird sich das Problem der Läuterung des Egos völlig anders als bisher darstellen, wenn der Körper zu einem neuen Bewusstsein erwacht ist. Denn die Notwendigkeit 

 

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