1.0     Wozu diese Veröffentlichung? – Eine Einleitung

Vorweg eine Anmerkung den Namen Mirra Alfassa betreffend: Mirra Alfassa wurde ab 1926 von Sri Aurobindo „Die Mutter“ genannt und jene, die ihrem Werk nahe stehen, nennen sie seither ebenso.

Des Menschen Evolution ist mit dem heutigen Menschen nicht abgeschlossen. Sri Aurobindo und Die Mutter hatten eine bewusste und umfassende Schau, was das Ergebnis des nächsten Evolutionsschrittes betrifft, das in einer Transformation des physischen Körpers einen wesentlichen Ausdruck finden wird. Das diese Transformation bewirkende Bewusstsein nannte Sri Aurobindo das „Supramentale Bewusstsein“.

Während das Ziel klar erkannt wurde, bestand lange Zeit völlige Ungewissheit darüber, welche Eigenschaften und Fähigkeiten entwickelt werden müssen, um in Kontakt mit dem supramentalen Bewusstsein treten zu können. Während Sri Aurobindo in seinem letzten Buch „Die Offenbarung des Supramentalen“ (1948) noch die Vermutung äußerte, dass zuerst das höhere Mental ausgebildet und das seelische Wesen entwickelt werden müssen, ehe mit der Arbeit der Transformation des physischen Körpers begonnen werden könne, zeigte Mutters Forschung in den Jahren 1950 bis 1973 (vor allem in den Jahren 1967 bis 1970) eindeutig, dass mit dem Körper begonnen werden muss
 
Die Mutter am 17. Juli 1968:
„Genau darum geht es ja: um die Transformation des Körpers. Es geht darum, dass die physischen Zellen nicht nur bewusst werden. sondern auch durchlässig für die wahre Bewusstseinskraft, das heißt, dass sie die Arbeit dieses höheren Bewusstseins ermöglichen. Das ist die Arbeit der Transformation..."
 

24. Mai 1969:“Es herrscht eine absolute Gewissheit (Mutter schließt beide Fäuste), dass es nur einen Ausweg aus all dem gibt, einen einzigen, es gibt nur eine Wahl, nicht mehrere Möglichkeiten sondern eine einzige, und zwar die höchste Tür. Das Wunder aller Wunder. Alles übrige... alles übrige ist unmöglich. All dies ist die Erfahrung hier (Mutter deutet auf ihren Körper), nicht mental sondern ganz und gar materiell.“

30. Oktober 1971: „Es ist hundertmal wunderbarer, als wir uns vorstellen können. Die Plastizität der Materie muss gefunden werden."

Ihre diesbezüglichen Erfahrungen und Erkenntnisse blieben bis 1973 allen Schülern - mit Ausnahme von Satprem - völlig verborgen und erst durch die Veröffentlichung von Mutters 13-bändiger Agenda (durch Satprem) werden sie allmählich bekannt. So auch die Tatsache, dass Mutter auf einer subtil-physischen Ebene einen Körper gebildet hat, von dem sie sagt, er stelle eine notwendige Zwischenstufe dar, der nun mit dem physischen Körper des Menschen verbunden werden muss, ehe dessen eigentliche Transformation geschehen kann. Die vorliegende Veröffentlichung beschäftigt sich deshalb mit der Frage, wie eine praktische Arbeit am, mit und durch den Körper aussehen könnte, um sich dieser Zwischenstufe bewusst zu werden und gibt Anregungen, sich in praktischer, das heißt übender Weise mit einer Bewusstwerdung des physischen Körpers zu befassen.

Dabei stellt sich die Frage, ob die Erfahrungen von seit Jahrhunderten praktizierter und bewährter Yogawege (und anderer Wege spiritueller Art) auf die Arbeit mit dem Körper übertragen

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